Die Freenet AG hat ihre Jahresbilanz 2009 vorgestellt. Der Konzern konnte seinen Umsatz um 31,5 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro steigern und sein Konzernergebnis von 111,6 Millionen Euro auf 256,5 Millionen Euro verbessern. Dem Kerngeschäftsfeld Mobilfunk verdankt der Konzern hierbei über 96 Prozent seines Umsatzes. In diesem Segment konnte Freenet den Umsatz um 32 Prozent auf 3,51 Milliarden Euro anheben. Konträr dazu sank jedoch die Anzahl der Vertragskunden im Mobilfunksegment um 4,6 Prozent auf 8,43 Millionen. Dieser Rückgang entspricht der Strategie des Konzerns, die Neukundengewinnung bewusst auf "qualitativ hochwertige Kunden" auszurichten. "Auch in 2010 wird der höherwertige Kunde im Fokus unseres Handelns stehen", so der Vorstandsvorsitzende Christoph Vilanek. Zu dieser "Qualitätsoffensive" gehört dem Konzernchef zu Folge auch die stärkere Vermarktung von Smartphones. Die erfolgreiche Jahrsbilanz verdankt der Konzern auch den massiven Umstrukturierungen des Konzerns, die durch die Akquisition von debitel und strukturelle Veränderungen des Marktes sowie die Rezession nötig wurden. Das DSL-Geschäft sowie die Strato-Gruppe waren verkauft worden und 2861 Stellen waren im Verlauf des Jahres 2009 abgebaut worden. Der Konzern konzentrierte sich auf den Mobilfunk als Kerngeschäft. Besonders diese Maßnahmen trugen zur Senkung der Nettofinanzschulden des Konzerns um 40 Prozent auf 789,8 Millionen Euro bei. Auf der nächsten Hauptversammlung will die Freenet AG ihren Aktionären eine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr in Höhe von 20 Cent je Aktie vorschlagen. Mit der Restrukturierung liege man voll im Zeitplan, so Vilanek. "Bis Ende dieses Jahres wollen wir mit der letzten Stufe der IT-Migration das gesamte Mobilfunkgeschäft auf ein einheitliches IT-System umstellen." Weiter geplant ist nach Informationen des Online-Portals heise.de eine Ausweitung der Angebotspalette auf produktnahes Zubehör wie Surf-Sticks sowie auf neue Geschäftsfelder wie Strom und Gas. Die Freenet AG gehört zu den größten Telekommunikationsanbietern in Deutschland, die über kein eigenes Netz verfügen. Im Mobilfunksektor ist der Konzern mit der Marke "mobilcom-debitel" vertreten. Neben dem Onlinevertrieb verfügt Freenet nach eigenen Angaben über etwa 1000 Shops und 6000 Vertriebsstellen.